Ziel:
Schaffung eines EU-Qualitätsweizenprogrammes zur Erhaltung einer flächendeckenden
Produktion in Ungunstlagen, zur Verbesserung der Lebensmittelqualität für
die Konsumenten durch Förderung des Anbaues von gesünderen Weizensorten
mit sehr hoher natürlicher Backfähigkeit
Lebensmittelsicherheit
und Qualität
Österreichs und Deutschlands
Grenzregionen zu den MOEL-Staaten haben bereits durch das 00-Abkommen und
durch die Absenkung der Zölle große Probleme Winterweizen mit höchster
natürlicher Backfähigkeit zu angemessenen, besseren Preisen zu verkaufen.
Mitteleuropa als ein Winterweizen-Überschussgebiet bringt auch Probleme für
die EU-Beitrittskandidaten Tschechien, Slowakei und Ungarn, denn die
Schwarzmeerländer können deutlich billiger produzieren und Mitteleuropa
wird zum Interventionsgetreideland, zum Interventionsweizenland werden.
Die flächendeckende Landwirtschaft
ist aufgrund dieser Probleme in Mitteleuropa nicht mehr aufrecht zu
erhalten, die ländliche Entwicklung wird nachhaltig gestört.
Betroffene Regionen liegen in Mitteleuropa
Die Trockengebiete in Österreich,
Tschechien, Slowakei und Ungarn, aber auch die Roggenstandorte in
Brandenburg und angrenzenden Bundesländern Deutschlands sind den
Ungunstlagen zuzurechnen. Das klimabedingte Ertragspotential in diesen
Regionen ist mit 3000 bis 6000 kg/ha, durchschnittlich mit maximal 5000
kg/ha begrenzt. Somit ist der mögliche Erlös in diesen Ungunstlagen
deutlich unter dem erzielten Erlös in den EU-Gunstlagen mit dem
klimabedingten Ertragspotential von 10 000 bis 12 000 kg/ha.
Im Mittelpunkt steht der Konsument,
denn dieser wünscht sich die höchste Qualität und die bestmögliche
Lebensmittelsicherheit, und dies zudem noch mit gesünderen Sorten.
In den EU-Staaten
werden Wertprüfungen bei Winterweizen durchgeführt und jeder EU-Staat hat
Winterweizensorten mit niedriger, mittlerer und hoher natürlicher
Backfähigkeit. Für die menschliche Ernährung sollten nur die Sorten mit
der besten Qualität – das sind die ertragsschwächeren
Qualitätsweizensorten ab Backqualitätsstufe 7 in Österreich bzw. die
ertragsschwächeren E-Weizensorten in Deutschland – verwendet werden.
Die Nachvollziehbarkeit des
Lebensmittels Weizen sollte gewährleistet sein und zwar vom Anbau bis zur
Ernte, vom Handel zur Mühle bis zum Bäcker und somit zum Konsumenten.
Wesentlich ist, daß besonderer Wert
auf die Nachhaltigkeit in der Produktionskette gelegt wird, von der
Produktion mit gesünderen Weizensorten durch den Bauern bis zur Erzeugung
von natürlichem Brot und Gebäck.