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Eine richtungsweisende Tagung, die ihre Bestätigung auch 2003 fand !!!!

 

Trotz ausgezeichneter Anbaubedingungen – schließlich konnte bereits Sommerdurum, Sommergerste, Körnererbse gedrillt werden, und die Felder sollten bereits für Zuckerrübe, usw. hergerichtet werden – kamen zirka 400 Besucher aus dem östlichen Österreich am 7. März 2001 zu dieser, von der LFS Obersiebenbrunn, der Probstdorfer Saatzucht und dem RLH Marchfeld organisierten Tagung nach Obersiebenbrunn. Dies kann als Zeichen bewertet werden, daß mit Zuversicht in die Zukunft geblickt wird – man spürte, daß eine neue Aufbruchstimmung in der Landwirtschaft vorhanden ist.

 

LR Dipl.-Ing. Josef Plank hat klar herausgestellt, daß Niederösterreich das Agrarland Nummer 1 ist –  vom Flachland  bis zur Bergregion. Nachdem die EU-Osterweiterung kommen wird, ist es notwendig, daß die Anstrengungen seitens der Landwirte, der Aufkäufer und Industrie enorm sein muß, um unsere österreichischen Konsumenten weiterhin von der sehr hohen Qualität unserer österreichischen Produkte zu überzeugen – es muß uns wohl bewußt sein, daß die Landwirtschaft ihre Produktion auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausrichten muß! Natürlich hat die Technik in den letzten Jahrzehnten einen großen Schritt vorwärts gemacht – aus diesem Grund hat der Landwirt die Möglichkeit schneller und besser seine Felder zu bearbeiten. Hier ist die Herausforderung gesucht. Die dadurch frei werdende Zeit muß mit zusätzlichen Flächen, durch mehr innerlandwirtschaftliche Wertschöpfung oder mit außerlandwirtschaftlicher Tätigkeit entsprechend ergänzt werden, um wirtschaftlich gesunde, landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich zu erhalten. Die Zustimmung zur österreichischen Landwirtschaft seitens der Konsumenten ist intakt. Es ist jedoch ständig notwendig, intensiv daran zu arbeiten, die Qualitätssicherung im Produktions- und Vermarktungsprozeß zu optimieren.

 

NR Ing. Hermann Schultes sieht Perspektiven der Landwirte im Trockengebiet – die Landwirte müssen jedoch weiterhin kundenorientiert, nachhaltig und multifunktional handeln . Die Vielzahl, der von ihm angeschnittenen Punkte, soll in der Einstellung der Bauern zur Landwirtschaft zusammengefaßt werden. Im Willen zum Unternehmertum und zur Eigenständigkeit, in der Kooperationsfähigkeit und im Dienstleistungsbewußtsein, sowie in der Teilnahme an der gesellschaftlichen Entwicklung, an der Kultur im Dorf und in der Familie, das Sehen der Bildung als Wert sowie der Freude an der Freiheit und Zuversicht in die Zukunft. Schultes hat in den Monaten seiner Tätigkeit im Nationalrat für die Landwirte bereits viel Positives bewegt, z.B. bei der Frage der Zuckermarktordnung, wo auch ein kleines Land viel erreichen kann.

 

Einige für Landwirte im Trockengebiet wichtige Aussagen sollen seitens der weiteren Vortragenden festgehalten werden:

·        Unsere gesetzlichen Vertreter, die BBK und die NÖLLK sind in Zukunft verstärkt bemüht, ihre Beratungsfunktion intensiv umzusetzen – LKR Ing. Martin Preineder, NÖLLK.

·        Jeder Landwirt muß ständig bemüht sein, die Rentabilität seines Betriebes so hoch wie möglich zu halten – Dr. Günter Breuer, Universität für Bodenkultur.

·        Die Landwirtschaft muß Produkte erzeugen, die auch nachgefragt sind , z.B. die gezielte Premiumweizenproduktion für Österreich und Europa – Dipl.-Ing. Ernst Gauhs – RWA Wien.

·        Die Lagerhäuser und Händler sind sich auch ihrer Funktion bewußt, die besten Preise am Markt für die Landwirte zu erzielen, natürlich muß auch ihr Betrieb kostendeckend geführt werden – Dr. Johann Lang, RLH Marchfeld .

·        Die Probstdorfer Saatzucht ist die führende Zuchtstation im Trockengebiet , wodurch auch weiterhin die besten Sorten von ihr den Landwirten zur Verfügung gestellt werden können – Dipl.-Ing. Ernst Grosslercher, Probstdorfer Saatzucht.

·        Z-Saatgut ist die Grundlage für die Qualitätsproduktion im Trockengebiet und sichert damit letztendlich auch die Zukunft der Landwirte – Dipl.-Ing. Rainer Schwab, Probstdorfer Saatzucht.

 

Schulleiter Ing. Gerhard Breuer sieht mit seinem engagierten Team seine Fachschule als „Bildungshaus für Land + Leben“ im östlichen Niederösterreich – die Umsetzung dieses Zieles ist ihm bei dieser hervorragenden Fachtagung ausgezeichnet gelungen. Er hat eindrucksvoll – bei sehr hoher Qualität der Vorträge – die positive Einstellung aller Teilnehmer bei dieser „Fachtagung mit Ausstellung“ gespürt und dankt allen, die dazu beitragen haben.