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Premiumweizen

Die Sortenwahl zwischen Höchsterträgen und Qualitätssicherheit  

Die Ernten 2015 und 2016 waren im Premiumweizengebiet gekennzeichnet von überdurchschnittlich hohen Erträgen mit Proteinwerten überwiegend im Mahlweizenbereich. In trockenen Jahre, wie 2017 und 2018, überwiegt wieder, wie gewohnt und auch vom Markt gefordert, der exportfähige Premiumweizen. Doch vor allem das Erntejahr 2018 hat in vielen Regionen gezeigt, dass bei der Sortenwahl neben dem reinen Ertragspotenzial, der Standfestigkeit, der Blatt- und Ährengesundheit auch die Stresstoleranz ein zunehmend entscheidendes Kriterium darstellt. Die Probstdorfer Saatzucht bietet gerade bei Premiumweizen seit je her ertragsstabile bzw. „klimafitte“ Sorten an.

Innerhalb der Qulitätsweizensorten (BQG 7-9) differiert der Proteingehalt von der stärksten Sorte (ARNOLD) bis hin zu den schwächsten um 2,1%, dh. durch die gezielte Wahl einer proteinreichen Sorte gewinnen die Landwirte eine gewisse Sicherheit zum Erreichen der geforderten Qualitätsnormen. Gerade in Regionen mit strengeren Stickstoffobergrenzen (z.B.: vorbeugender Gewässerschutz) sollte die Wahl auf die proteinreichen Sorten der BQG 7 und 8 fallen. Beispielsweise konnten in Gunstjahren (2014 bzw. 2016) auch ARNOLD-Anbauer  Kornerträge im Bereich von 7.000 kg/ha erzielen. Der auswuchsfeste ADESSO und der extrem blattgesunde TOBIAS zeigen ohnehin auch auf guten Standorten beste Ertragsleistungen. Sorten mit ebenfalls sehr guter Proteineffizienz sind der bewährte LAURENZIO und die auswuchsfeste und extrem blattgesunde Neuzüchtung ALESSIO. Ein Phänomen stellt nach wie vor die Hauptsorte CAPO dar. Dieser wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt!!! und ist vor allem im BIO-Anbau nach wie vor die meistgebaute Weizensorte. Aber auch im konventionellen Bereich ist CAPO nach wie vor eine sichere Bank. Die optimale Kombination aus Ertragsstabilität, Qualitätssicherheit und Blattgesundheit passt einfach auf den schwächeren bis mittleren Bonitäten. In den offiziellen AGES-Prüfungen 2018 lag CAPO etraglich meist über der Mitbewerbssorte Bernstein. Das sagt schon sehr viel aus.

  

MIDAS und MESSINO - ertraglich bislang unerreicht
Mit den Hochertragspremiumweizen MESSINO und MIDAS erreichten die Erträge auch im Pannonikum ein bisher noch nie erreichtes Niveau. Natürlich kommt es bei diesen Leistungen zu einer Verdünnung des Proteingehaltes und es sind entsprechend höhere Düngergaben notwendig. Im Vergleich zur Hauptsorte CAPO benötigen MIDAS und MESSINO zur Spätgabe 20 bis 30 kg/ha mehr Reinstickstoff. Beide Sorten verfügen aber auch über eine exzellent ausgeprägte Trockentoleranz und sind zudem sehr spätsaatverträglich.


 
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