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Fachartikel vom 02.05.2012
N-Spätgabe der Ertragslage anpassen! Viele Weizenbestände sind vor allem in klassischen Qualitätsweizengebiet (z.B.: Weinviertel, Marchfeld, Seewinkel) aufgrund von Frost und Trockenheit sehr unterdurchschnittlich entwickelt. Bei der Bemessung der Qualitätsstickstoffgabe sollte auf die zu erwartenden schwächeren Erträge unbedingt Rücksicht genommen werden. Kombination aus Niederschlagsdefizit, Frost und Trockenheit In den meisten betroffenen Regionen sind die derzeitigen Bestandesmängel auf eine Verkettung ungünstiger Witterungsereignisse zurückzuführen. In manchen Gebieten sind seit letzten Oktober erst 60 bis 70 Liter je m² Niederschlag zusammengekommen. Auch normalgebaute Weizen (z.B. 20. Oktober) gingen in der Regel sehr schwach entwickelt und ohne ausreichendes Wurzelsystem in die Winterruhe. Strenge Kahlfröste im Februar setzten diesen Beständen deutlich mehr zu als Frühsaaten welche in den ersten Oktobertagen gesät wurden. Durch die lang anhaltende Trockenheit im März und April dieses Jahres war auch das Regenerationsvermögen sehr stark eingeschränkt. Stickstoffspätgabe nach unten korrigieren Bei vielen tockenheits- und frostgeschädigten Weizenbeständen ist daher auch im günstigen Fall nur mehr mit Erträgen von 3,5 bis 4,0 Tonnen je Hektar zu rechnen. Bei einer bisherigen N-Menge von zirka 100 kg Rein-N/ha ist eine zusätzliche Qualitätsdüngung nicht mehr notwendig. In jenen Regionen, in welchen es Mitte bis Ende April noch rechtzeitig geregnet hat kann derzeit noch mit Durchschnittserträgen gerechnet werden. Mit Beginn des voll entwickelten Fahnenblattes (BBCH 39) sollte diese Bestände, je nach durchschnittlicher Ertragserwartung und Vorfurcht mit 30 bis 60 kg Rein-N je Hektar aufgedüngt werden. Der Sortenfaktor darf bei der Gabenberechnung auch nicht unberücksichtigt bleiben. Der ertragstärkste Premiumweizen MIDAS benötigt etwa um 20 bis 25 kg/ha mehr Reinstickstoff als die Hochproteinsorten ARNOLD, ASTARDO oder IMPULSIV. |
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