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Herbstanbau 2009/10

 

                    

 

Probstdorfer Sorten für den Herbstanbau 2009

 

Am 25. September beginnt der Anbau von Wintergerste, anfangs Oktober von Winterdurum, Winterroggen und Wintertriticale, danach von der Hauptkulturart Winterweizen. Dipl.Ing. Ernst Grosslercher erklärt warum die Probstdorfer Sorten Ihre Wahl sein sollten.

 

Für die österreichischen Landwirte hat die Probstdorfer Saatzucht die besten Wintergerstensorten. Warum sind WENDY, FRIDERICUS, HEIKE oder CORDULA zu bevorzugen? 

Grosslercher: „Die mehrzeilige Wintergerste WENDY hat aufgrund des genetischen Fortschrittes die damals beste Sorte Traminer abgelöst. FRIDERICUS hat die größte Anbauverbreitung aller Wintergersten in Österreich erreicht, aufgrund der phantastischen Kornausbildung, der ausgezeichneten Resistenzen, Standfestigkeit und Winterfestigkeit. FRIDERICUS löst in Österreich die ertragsschwächeren zweizeiligen Wintergersten ablösen. HEIKE ist die Oberösterreicherin. CORDULA wiederum als Zweizeilige hat gegenüber den anderen Zweizeiligen deutlich die Oberhand behalten. Versuchssaatgut gibt es bereits von der neuen frühreifen GLORIA.

 

Die Kulturart Winterdurum wird bei der Anbaufläche in diesem Jahr einen neuen Höhenflug erleben. Braucht die Verarbeitungsindustrie AURADUR und LOGIDUR?

Grosslercher: „Ja. AURADUR ist der Maßstab in der Winterdurumzüchtung. AURADUR ist winterfester, standfester, dies natürlich bei höchster Ertragsleistung und wird jetzt durch LOGIDUR ergänzt. Nur AURADUR und die neue Sorte LOGIDUR überschreiten die Qualitätslatte der Verarbeitungsindustrie.“

 

Hybridroggen wird immer stärker nachgefragt. Decken die Hybridroggen BELLAMI und PLACIDO mit den Populationsroggen DANKOWSKIE DIAMENT, AMILO und KIER alle Wünsche der Roggenbauern ab?

Grosslercher: „Mit der neuen Hybridroggensorten BELLAMI und PLACIDO hat die Probstdorfer Saatzucht bei den Hybridroggen die Spitzensorten für ertragreichere Standorte mit bestem Verkleisterungsmaximum im Amylogramm, welches von den Bäckern gefordert wird. DANKOWSKIE DIAMENT, AMILO und KIER sind sowieso die Standardsorten bei den Populationsroggensorten.“

 

Die Kornqualität bei Wintertriticale ist entscheidend in der Tierfütterung und für Pischelsdorf. Wie sind AGRANO, PRESTO, KIER und POLEGO zu bewerten?

Grosslercher: „Ausgezeichnet, denn diese Sorten erfüllen mit ihrer einzigartigen Kornqualität alle Wünsche für den Veredelungsbetrieb oder fürs Bioethanolwerk, und mit Versuchsmengen kommt jetzt die Sorte mit der besten Auswuchsresistenz KORAL dazu.“

 

CAPO hat in den offiziellen Versuchen wieder den Ertragsvorsprung bestätigt. Wie sind die Sorten der CAPO-Familie im Vergleich zu Mitbewerbersorten im Anbaujahr 2009 zu sehen?

Grosslercher: „Die Agrarhändler haben bei den AMA-Erntegesprächen klar und deutlich bestätigt, dass mit CAPO, JOSEF und MIDAS auf allen Böden, mit ASTARDO und PHILIPP auf besseren Böden höhere Ertragsleistungen mit Premiumweizenqualität erzielt werden konnten. Neue Mitbewerbersorten, so haben die Agrarhändler festgestellt, wie zum Beispiel Pannonikus, Akteur, Antonius, SW Maxi, Estevan oder auch Element sind ertraglich und qualitativ doch weit hinter den Probstdorfer Sorten geblieben.“

 

Die Italientauglichkeit ist Grundvoraussetzung um als Premiumweizensorte akzeptiert zu werden. Welche Sorten sind geeignet?

Grosslercher: „Alle Sorten der CAPO-Familie wie ASTARDO, CAPO, JOSEF, PHILIPP, BITOP, FRIDOLIN, PIRENEO sind akzeptierte Premiumweizensorten. Der BQ6-Weizen MIDAS, der bei höheren Eiweißgehalten die Premiumweizen-Eigenschaften erreicht, ist ebenfalls eine Sorte der CAPO-Familie. Dieses höchste genetische Qualitätsniveau Zentraleuropas ist die Grundlage für bestmögliche Vermarktungsmöglichkeiten und nur dadurch sind höhere Erzeugerpreise für die Landwirte erzielbar.“

 

Viele Sorten sind in der CAPO-Familie nicht aufgenommen worden. Welche sind dies zum Beispiel?

Grosslercher: „Alle Futterweizensorten, alle Sorten der Backqualitätsgruppen 3 bis 6 außer die in der CAPO-Familie akzeptierte BQ6-Sorte MIDAS, aber auch eine Vielzahl von Qualitätsweizen, die nicht italientauglich sind, wie zum Beispiel Ludwig oder SW Maxi. Nur einheitliche und höchste Qualität in den Premiumweizen-Silozellen führt zu höheren Erzeugerpreise für die Landwirte.“

 

Landwirte bauen auch Futterweizen-, Ethanolweizensorten oder LUDWIG an. Hat das einen Sinn?

Grosslercher: „Natürlich, wenn am Hof MANHATTAN verfüttert wird, wenn JENGA oder BALATON verfüttert oder für die Bioethanolerzeugung angebaut wird oder wenn LUDWIG für die österreichischen Mühlen produziert wird. Aber in die Premiumweizen-Silozelle darf nur eine Sorte der CAPO-Familie hineinkommen.“

 

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