Trockengebiet
Premiumweizenanbau – eine Grundlage zum Überleben!
Die
Premiumweizenproduktion ist eine wichtige Grundlage zum Überleben der Landwirte
im Trockengebiet Österreichs, da der Landwirt dadurch höhere Erlöse erzielen kann.
Während der letzten 10 Jahre haben sich die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft im Trockengebiet dramatisch zu Ungunsten der Landwirte und Konsumenten geändert!
Bis 31. Dezember 1994
Österreich war eine Insel – Getreide wurde bewirtschaftet – die Züchter, die Landwirte, die Aufkäufer, die Großhändler, die Konsumenten – alle hatten große Vorteile mit diesem System! Denn von Vorarlberg bis Niederösterreich, von Oberösterreich bis Kärnten, war die Erlössituation für Züchter,
Landwirte, Aufkäufer, Großhandel günstig –
die natürliche Gebäckqualität war ausgezeichnet in ganz Österreich.
Von 1. Jänner 1995 bis Sommer 2000
Die Westöffnung Österreichs wurde durch den Beitritt in die EU vollzogen –
für alle Beteiligten in der Kette wurde es schlechter, besonders für den Konsumenten
, der nicht mehr weiß, ob nun das Mehl, das „Brot und Gebäck“ von einer Sorte mit einer hohen oder mit einer niedrigen genetischen Backqualität kommt, speziell im Westen Österreichs, wo Weizen mit schwächerer Backqualität vermahlen wird. Tatsache ist, daß der Konsument sogar mehr für „Brot und Gebäck“ zahlt – und dies bei möglicherweise schlechterer Backqualität! Trotzdem ist es gelungen, die besonders hohe
Qualität des österreichischen Rohstoffes Weizen, der im Trockengebiet Österreichs produziert wird, zu besseren Preisen nach Italien zu vermarkten.
Ab Ernte 2001
Ungarn ist bereits heute, später werden auch Tschechien und die Slowakei zu Mitbewerbern für das Trockengebiet Österreichs, nachdem die Landwirte des Trockengebietes Österreichs Wettbewerbsnachteile – z.B. Betriebsmittelkosten, Arbeitskosten – haben. Aus diesem Grund ist es notwendig, daß im
Trockengebiet Österreichs auch in Zukunft Weizen mit höchster Backqualität produziert und
nach Italien
mit höheren Preisen vermarktet wird – verbunden mit Qualitäts- und Liefersicherheit! Dadurch ist auch in Zukunft ein Markt für Österreichischen Premiumweizen im Ausland vorhanden.
Ob
die österreichischen Mühlen
weiterhin diesen hoch qualitativen Weizen zu höheren Preisen kaufen werden, ist mehr als ungewiß. Zu Hilfe kann uns kommen, wenn Österreichs Konsumenten mehr Wert auf die sehr hohe natürliche Backqualität des österreichischen Rohstoffes legen – und hier wurde das
Markengetreide „Kaiserweizen“
durch die Firmen Mauthner und Glatz eingeführt, wo
nachvollziehbar vom „Rohstoff“ bis zur „Kaisersemmel“ bei umweltgerechter, kontrollierter Produktion
den österreichischen Konsumenten der beste Rohstoff von den gesündesten Sorten als beste Kaisersemmeln angeboten werden können.
Ab Sommer 2003
660 000 t Weizen
kann zollfrei aus Ungarn
in die EU exportiert werden – und diese können in Österreich bei den österreichischen Mühlen angeboten und abgeladen werden
Genetische Weizenqualität in Europa
Zu Lasten der Konsumenten ist die genetische Backqualität bei Weizen in Europa deutlich gesunken
, da in den letzten Jahren vorwiegend auf Ertrag gezüchtet wurde –
nicht so in Österreich!
Denn im Trockengebiet Österreichs werden seit Jahrzehnten Winterweizensorten mit höchster genetischer Backfähigkeit angebaut – und dies ist auch nach dem EU-Beitritt beibehalten worden. Nachdem die offiziellen Wertprüfungen bei Weizen ohne Fungizide durchgeführt werden, sind dies auch gesündere Sorten. Somit ist
der Österreichische Züchter seit Jahrzehnten ein äußerst wichtiger Umweltschützer für Österreich!
Nachdem die Erträge bei den qualitativ schwächeren Sorten deutlich erhöht werden konnten, wurden natürlich auch Überschüsse
in der EU
erzielt – zu Lasten der Landwirte, zu Lasten der Konsumenten – und die Landwirte bauen vorwiegend
qualitativ schwächere Sorten
an. Die Preisunterschiede zwischen den hoch qualitativen und niedrig qualitativen Sorten sind zu gering, somit sind die Erlöse bei den qualitativ schwächeren, jedoch ertragreicheren Sorten höher.
Natürlichkeit von „Brot und Gebäck“
Mit den höchst qualitativen österreichischen Weizensorten ist es möglich, nur mit den Zutaten
Weizenmehl, Hefe, Salz und Wasser
–
und sonst nichts
–
ausgezeichnetes „Brot und Gebäck“
zu backen. Jeder Inhaltsstoff ist dabei bekannt, man kann natürlich
weitere Rohstoffe
wie Brotgewürze, Leinsamen, Sonnenblumen,... dazugeben –
es bleibt die Natürlichkeit von diesem „Brot und Gebäck“ erhalten.
In der EU
wird im Normalfall mit weniger hoch bzw. minder qualitativem Weizen „Brot und Gebäck“ gebacken – jedoch
ohne künstliche Backhilfsmittel geht hier gar nichts.
Die Konsumenten zahlen aber genau so viel für dieses künstliche „Brot und Gebäck“ wie in Österreich bei einem Premiumweizen-Bäcker für ihr hochwertiges Gebäck.
Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr von 55 kg Weizen
Wenn die Landwirte
höchst qualitative Sorten
anbauen, ist der
Flächenertrag um 0 bis 20 % niedriger
als bei weniger hoch bis minder qualitativen Weizensorten. Die Landwirte verzichten auf Ertrag zugunsten der hohen Backqualität.
Ziel muß es sein, daß der Weizenpreis um EURO 0,07 (ATS 1,-) pro kg ansteigt
(dies wirkt sich beim Konsumenten mit EURO 4,- (ATS 55,-) pro Jahr aus) – den größten Anteil davon sollte der Landwirt bekommen (ca.
4,5 Cent = 60 Groschen/kg Weizen), die Mehrleistungen der Müller, Aufkäufer und der Züchter werden durch den restlichen Anteil abgegolten.
Der Mehrnutzen für die Konsumenten ist erfreulicherweise sehr hoch: Förderung von gesunden Sorten, ausgezeichnete natürliche Gebäckqualität jeden Tag zum Frühstück, Mittagessen, Abendessen – und dies nur für zusätzlich
1 Cent = 15 Groschen pro Tag!